Spanien schlägt Yolanda Díaz für ILO-Vorsitz vor
Die spanische Regierung nominiert Arbeitsministerin Yolanda Díaz als Generaldirektorin der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
Die spanische Regierung hat Yolanda Díaz, derzeit zweite Vizepräsidentin und Arbeitsministerin, offiziell als Kandidatin für das Amt der Generaldirektorin der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vorgeschlagen. Die Wahl für die Nachfolge von Gilbert F. Houngbo findet am 16. November 2026 statt, wobei der Amtsantritt für November 2027 geplant ist. Díaz, die zuvor ihren Verzicht auf eine erneute Kandidatur für das linke Bündnis bei Parlamentswahlen erklärte, verweist auf eine Bilanz mit Rekordbeschäftigung von über 22 Millionen Erwerbstätigen und einer Senkung der Arbeitslosenquote auf 10,8 Prozent. Die in Genf ansässige UN-Agentur wird durch ein Gremium aus 56 Stimmen von Regierungen, Gewerkschaften und Arbeitgebern geleitet. Die Organisation steht vor finanziellen Herausforderungen, da Mitgliedstaaten wie die USA, China und Venezuela erhebliche Beiträge schulden; allein die US-Schulden machen 70 Prozent der Gesamtrückstände aus.