Das spanische Innenministerium hat am Ende des 500 Meter langen Süddeichs von Melilla eine schwimmende Barriere installiert. Diese neue Sperre im Meer ergänzt Bauzäune, die letzte Woche am finalen Abschnitt des Wellenbrechers errichtet wurden. Der Deich trennt Melilla vom marokkanischen Hafen Nador und war zuvor ohne Grenzbefestigung.
Die Regierungsdelegierte Sabrina Moh bestätigte die Installation der Elemente, die einer Barriere in Ceuta ähneln. Hintergrund ist eine Anweisung des Staatssekretärs für Sicherheit zur rechtlichen Absicherung von Grenzrückweisungen. Aktuell bleibt der Süddeich während der Arbeiten für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr vollständig gesperrt.
Die Maßnahmen folgen einem Urteil des Obersten Gerichtshofs zu Rückweisungen von Personen, die schwimmend die Exklaven erreichen wollen. Ziel ist die Schaffung von Rechtssicherheit für die Sicherheitskräfte. Während der Schließung ereignete sich zudem eine Sonnenfinsternis, während zehntausende Menschen am 30. Juli nach Ceuta gelangten.