Spaniens Staatsverschuldung hat im Juni 2026 einen historischen Höchststand von 1,76 Billionen Euro erreicht. Wie die Banco de España am Dienstag mitteilte, stiegen die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent beziehungsweise 70 Milliarden Euro.
Die Schuldenquote sank trotz des absoluten Anstiegs auf 101,5 Prozent des BIP, nach 103,4 Prozent im Vorjahr. Während die Verschuldung der Sozialversicherung um 7,9 Prozent auf 136 Milliarden Euro kletterte, reduzierten Kommunen ihre Schulden um 8,1 Prozent.
Die Entwicklung verdeutlicht die angespannte Haushaltslage: Allein die Staatsschuld stieg auf 1,60 Billionen Euro an. Trotz des leichten Rückgangs der Quote im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Gesamtbelastung mit über 100 Prozent der Wirtschaftsleistung hoch.