Spanien: Arbeitszeiterfassung kommt erst 2026

Die spanische Regierung verschiebt die Verschärfung der Arbeitszeiterfassung auf September 2026. Gewerkschaften hatten zuvor ein Ultimatum gestellt.

Das spanische Arbeits- und Wirtschaftsministerium haben vereinbart, die Verschärfung der Arbeitszeiterfassung erst im September 2026 zu bearbeiten. Damit wird das Vorhaben nicht in der Ministerratssitzung Ende Juli 2026 verabschiedet, in der sich PSOE und Sumar stattdessen auf Wohnungsbaumaßnahmen konzentrieren. Die Gewerkschaften CC OO und UGT unter Unai Sordo und Pepe Álvarez hatten eine Lösung bis zum 31. Juli gefordert. Während Arbeitsministerin Yolanda Díaz eine sechsmonatige Anpassungsfrist vorschlägt, fordert Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo ein Jahr. Die Neuregelung sieht vor, dass die seit 2019 obligatorische Zeiterfassung digital und für die Arbeitsinspektion in Echtzeit einsehbar sein muss. Der Staatsrat kritisierte zuvor mangelnde Branchenanpassungen und Belastungen für KMU. Trotz Ablehnung der Arbeitszeitverkürzung durch PP, Vox und Junts im Parlament könnte die Zeiterfassung per Dekret ohne parlamentarische Zustimmung beschlossen werden.

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