Melilla: Zahl minderjähriger Migranten verdoppelt
Nach dem Zustrom von 176 Jugendlichen binnen einer Woche ist das Aufnahmesystem der Stadt massiv überlastet. Nun soll die Verlegung erfolgen.
Die autonome Stadt Melilla verzeichnet seit Beginn der Krise in Ceuta eine Verdopplung der unbegleiteten Minderjährigen in ihrer Obhut. Allein in der Woche vor dem 4. August 2024 erreichten 176 Minderjährige die Stadt, wodurch die Gesamtzahl auf 344 anstieg. Zuvor befanden sich 168 Jugendliche im System. Mit einer regulären Kapazität für 84 Personen laut Kontingenzmechanismus liegt die Überbelegung aktuell bei 309,52 Prozent. Die Regierung von Juan José Imbroda hat das Ministerium für Jugend und Kinder informiert, um die Umverteilung auf das Festland einzuleiten, wofür nach der Registrierung 15 Tage Zeit bleiben. Insgesamt müssen über 1.000 Kinder aus Melilla und Ceuta, wo mehr als 800 Minderjährige untergebracht sind, verlegt werden. Zur Sicherung der Seegrenze kündigte Regierungsdelegierte Sabrina Moh zusätzliche Polizeikräfte sowie eine schwimmende pneumatische Barriere an.