EU-Sondergipfel zur Migrationskrise in Ceuta
Nach dem Massenzustrom von Migranten in die spanische Exklave beraten die EU-Innenminister am Dienstag in einer außerordentlichen Videokonferenz.
Am Dienstag, den 4. August 2026, treffen sich die EU-Innenminister um 10:00 Uhr zu einer außerordentlichen Videokonferenz, um über die Migrationskrise in Ceuta zu beraten. Nachdem am 30. Juli zehntausende Menschen die Grenze überschritten hatten, forderte Spaniens Präsident Pedro Sánchez Brüssel zur Krisensitzung auf. Während Innenminister Fernando Grande-Marlaska die spanische Politik verteidigt und auf gesunkene Ankunftszahlen im Jahr 2025 verweist, üben 22 EU-Staaten in einem Brief an die EU-Spitze scharfe Kritik. Sie bringen die Krise mit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs Spaniens zu „Hot Returns“ in Verbindung. Italien hat bereits das Schengen-Abkommen mit Spanien ausgesetzt, woraufhin Madrid den italienischen Botschafter einbestellte. Während Dänemark und Finnland Grenzschließungen erwägen, lehnen Frankreich, Portugal und Estland einen Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum ab. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen plädiert für eine gemeinsame Antwort und verstärkte physische Barrieren an den Außengrenzen.