Spanien: Kritik an Ceuta-Migrationspolitik
Nach der Ankunft von 72.000 Menschen in Ceuta gerät Innenminister Grande-Marlaska in die Kritik europäischer Partner wie Italien und Dänemark.
Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte nach einem rund dreistündigen konstruktiven Treffen mit EU-Amtskollegen, dass ihm keine Warnungen über die Ankunft von 72.000 Ausländern in Ceuta vorlagen. Zuvor waren bereits im Jahr 2021 rund 10.000 Menschen innerhalb weniger Stunden in die autonome Stadt gelangt. Trotz Kritik von 22 europäischen Ministern an der spanischen Migrationspolitik, insbesondere durch Italien und Dänemark, sprach Grande-Marlaska den spanischen Informationsdiensten sein Vertrauen aus und schloss personelle Konsequenzen aus. Italien forderte während der Sitzung zudem eine Änderung der Finanzmethodik. Ein Gerichtsurteil vom 21. März flankiert die aktuelle Debatte um die Grenzsicherung, während der Minister die Arbeit seiner Behörden weiterhin offiziell anerkennt.