Ermittlungen nach Massenansturm auf Ceuta
Nach dem Grenzübertritt von 50.000 Menschen in Ceuta prüft das spanische Nationalgericht eine koordinierte Aktion und mögliche Straftaten.
Richterin María Tardón vom Nationalen Gerichtshof hat einen Bericht des Nationalpolizei-Kommissariats für Ausländerfragen (UCRIF) zu den Vorfällen vom 30. und 31. Juli angefordert. Die Untersuchung soll klären, ob der massenhafte irreguläre Grenzübertritt von Marokko nach Ceuta eine konzertierte Aktion war. Das Verfahren folgt einer Anzeige der Organisation Iustitia Europa gegen Beamte, kriminelle Vereinigungen sowie spanische und ausländische Behörden. Die Vorwürfe umfassen Menschenhandel, illegale Einwanderung und Delikte gegen die Staatssicherheit. Laut Regierungsdelegation gelangten allein an einem Donnerstag rund 50.000 Menschen über den Tarajal-Damm nach Ceuta, wobei mindestens 72 Migranten ums Leben kamen. Während die Staatsanwaltschaft informiert wurde, ist die gerichtliche Zuständigkeit für den Fall noch nicht abschließend geklärt.