Ceuta-Ansturm: Audiencia Nacional ermittelt
Nach dem Massenzustrom von über 70.000 Migranten in die Exklave Ceuta prüft die spanische Justiz Hinweise auf organisierte Kriminalität.
Die Richterin María Tardón von der Audiencia Nacional hat die Guardia Civil angewiesen, Informationen über mögliche Vorwarnungen vor dem Massenzustrom von über 70.000 Migranten nach Ceuta am 30. Juli vorzulegen. Die Ermittlungen der Kammer Nummer 3 basieren auf einer Klage der Vereinigung Iustitia Europa, die den Vorwurf erhebt, dass die Mobilisierung aus Marokko kein spontanes Ereignis, sondern eine konzertierte Aktion krimineller Gruppen war. Gefordert sind Berichte der Guardia Civil und der Nationalpolizei zum Sicherheitseinsatz, zu Rettungsaktionen in spanischen Gewässern sowie Identitätsdaten von Überlebenden und Todesursachen Verstorbener. Die Klage umfasst Vorwürfe der Gefährdung der Staatssicherheit, Menschenhandel, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Unterlassung der Strafverfolgung. Ziel ist es zu klären, ob der irreguläre Grenzübertritt gezielt gesteuert wurde.