Marokko kritisiert spanisches Urteil zu Ceuta

Das marokkanische Außenministerium warnt vor den Folgen eines Urteils des Obersten Gerichtshofs Spaniens für die Migrationszusammenarbeit.

Ein Vertreter des marokkanischen Außenministeriums erklärte, dass Marokko Spanien bereits Tage vor der Krise in Ceuta über die Auswirkungen einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs informiert habe. Das Urteil von Anfang Juli untersagt die sofortige Abschiebung von Migranten, die schwimmend Ceuta oder Melilla erreichen. Laut dem Ministerium schwächt dies ein Kernelement der Migrationszusammenarbeit, die als gemeinsame Verantwortung betrachtet wird. Marokko betonte, nicht unter Druck, Erpressung oder für Entschädigungen zu handeln. Zudem zeigte sich das Ministerium enttäuscht über spanische Politiker, denen vorgeworfen wird, die Krise für Wahlkampfzwecke zu instrumentalisieren. Trotz der Spannungen bleibe die Koordination mit der spanischen Regierung weiterhin eng.

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