Meloni erwägt Aussetzung von Schengen mit Spanien

Italien prüft die Aussetzung des Schengen-Abkommens mit Spanien. Grund sind steigende Migrationszahlen und geplante Massen-Einbürgerungen.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erwägt nach Beratungen mit Innenminister Matteo Piantedosi die Aussetzung des Schengen-Abkommens mit Spanien. Die Regierungspartner Antonio Tajani und Matteo Salvini fordern diesen Schritt aufgrund der Migrationslage in Ceuta. Tajani warf der spanischen Regierung vor, durch die geplante Einbürgerung von 500.000 irregulären Migranten den Menschenhandel zu fördern. Infolge der Spannungen bestellte der spanische Außenminister José Manuel Albares den italienischen Botschafter Giuseppe Buccino Grimaldi ein. Dieser befand sich zum Zeitpunkt der Einberufung in der marokkanischen Botschaft in Madrid. Artikel 25 des Abkommens erlaubt Grenzkontrollen bei Gefahren für die öffentliche Ordnung; eine solche Maßnahme wurde seit 2006 bereits mehr als 100 Mal angewendet.

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