Spanien droht Italien mit Gegenmaßnahmen

Nach der Einführung italienischer Grenzkontrollen droht Spanien mit proportionalen Maßnahmen und kritisiert den Verstoß gegen Schengen-Regeln.

Die spanische Regierung hat Italien am Freitag mit proportionalen Gegenmaßnahmen gedroht. Zuvor führte Italien am 1. August einseitig und ohne Vorankündigung Grenzkontrollen ein. Grund war ein irregulärer Grenzübertritt von Migranten in Ceuta am 30. Juli.

Spanien nennt die Kontrollen ungerechtfertigt, da sie die Mobilität tausender Reisender einschränken und rechtliche Unsicherheit schaffen. Laut Madrid verstoßen die Argumente gegen den Schengen-Kodex, zumal fast alle Ceuta-Migranten bereits in Marokko sind.

Die Regierung verweist auf Frontex-Daten, wonach Italien mehr irreguläre Ankünfte verzeichnet und seit 2022 das Dublin-Abkommen missachtet. Spanien hingegen nahm 2023 Migranten aus Lampedusa auf und öffnete stets seine Häfen für Rettungen im Mittelmeer.


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