Die spanische Regierung fordert von Italien die Aufhebung der Grenzkontrollen für Reisende aus Spanien bis zum 9. August 2026. Italien hatte das Schengen-Abkommen am 31. Juli ausgesetzt, nachdem rund 72.000 Migranten irregulär die Stadt Ceuta erreichten.
Italiens Ministerpräsidentin Meloni nennt die nationale Sicherheit als Grund, während Innenminister Piantedosi betont, die Maßnahme richte sich nicht gezielt gegen Spanien. Madrid verweist jedoch darauf, dass 70.000 Personen bereits nach Marokko zurückkehrten.
Sollte Italien die Kontrollen nicht einstellen, droht Spanien mit reziproken Maßnahmen. Der Streit ist brisant, da 2025 über 11 Millionen Menschen per Flugzeug aus Italien einreisten und Spanien Italien Verstöße gegen die Dublin-Verordnung seit 2022 vorwirft.