Italien und Frankreich verschärfen Grenzkontrollen
Wegen irregulärer Migration über Ceuta führen Italien und Frankreich Grenzkontrollen zu Spanien ein. Auch andere EU-Staaten prüfen Maßnahmen.
Italien ordnet nach einer Sitzung des Ausschusses für Einwanderungs- und Grenzschutzanalysen Kontrollen an Häfen und Flughäfen für Reisende aus Spanien an. Diese erfolgen stichprobenartig und richten sich gegen Nicht-EU-Touristen. Frankreich verstärkt seine Präsenz ab Samstag mit 334 zusätzlichen Beamten, drei Überwachungsflugzeugen sowie verstärkten Patrouillen in Zügen zwischen Bordeaux und Hendaye. Hintergrund sind rund 50.000 illegale Grenzübertritte in Ceuta. Während Schweden und die baltischen Staaten den Schutz der Schengen-Außengrenzen fordern, prüfen Dänemark, Finnland und Tschechien ebenfalls Reisebeschränkungen. Die EU-Kommission betont, dass Ceuta und Melilla Sonderregeln unterliegen und Rückführungen nach Marokko Priorität haben. Interne Grenzkontrollen seien laut Schengen-Abkommen als letztes Mittel bei Sicherheitsbedrohungen zulässig.