Sánchez fordert EU-Krisengipfel zu Migration
Nach der Ankunft von 50.000 Migranten in Ceuta fordert Spanien eine EU-Sondersitzung. Italien führt bereits erste Grenzkontrollen ein.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat für den 1. August 2026 eine außerordentliche Videokonferenz der EU-Innenminister beantragt. In Briefen an Ursula von der Leyen, António Costa und Micheál Martin reagierte er auf die Lage in Ceuta, wo 50.000 Menschen binnen einer Woche schwimmend die Grenze passierten. Laut Madrid wurde die Grenzkontrolle mit Marokko binnen 48 Stunden wiederhergestellt und fast alle Migranten zurückgeführt. Italiens Regierungschefin Georgia Meloni drohte dennoch mit der Aussetzung des Schengen-Abkommens und führte Passkontrollen für Flug- und Schiffsreisende aus Spanien ein. Zudem vereinbarte Italien mit Paris verstärkte Kontrollen an der Landgrenze. Finnland, Schweden, Österreich und Dänemark kritisierten Spaniens Politik ebenfalls. Spanien bestellte den italienischen Botschafter ein. Ceuta und Melilla liegen außerhalb des Schengen-Raums.