Die spanische Regierung hat neue Zahlen zur Migrationslage in Ceuta veröffentlicht. Laut offiziellen Angaben gelangten am 30. Juli 2026 insgesamt 80.000 Menschen illegal in die Exklave. Innenminister Fernando Grande-Marlaska korrigierte damit eine frühere Schätzung von 72.000 Personen und gab an, dass bereits 70.000 Migranten nach Marokko zurückgekehrt sind.
Aktuell befinden sich laut dem Präsidenten von Ceuta, Juan José Vivas, noch zwischen 8.000 und 11.000 Migranten auf den Straßen der Stadt. Besonders kritisch ist die Lage der unbegleiteten Minderjährigen, von denen bis zum 10. August 2026 bereits 1.400 registriert wurden. Minister Ángel Víctor Torres traf sich mit Vivas, um die weitere Koordinierung zu besprechen.
Die Priorität der Regierung liegt nun auf der Zusammenführung der Minderjährigen mit ihren Familien, von denen sich einige bereits in Spanien befinden. Zudem wurden Personen identifiziert, die bereit sind, die Jugendlichen aufzunehmen. Ziel der Behörden bleibt die Stabilisierung der humanitären Situation vor Ort durch gezielte Rückführungen und Betreuung.