Italien setzt Schengen-Abkommen vorübergehend aus

Außenminister Tajani begründet die Grenzkontrollen mit Sicherheitsrisiken durch eine drohende Migrationswelle und dschihadistische Gefahren.

Italiens Außenminister Antonio Tajani hat die Aussetzung des Schengen-Abkommens durch sein Land bestätigt. Als Grund nannte der Forza-Italia-Chef die jüngsten Ereignisse in Ceuta. Zuvor hatte bereits Spanien Grenzkontrollen eingeführt und Schengen ausgesetzt.

Tajani kritisierte Spaniens Vorgehen als unverständlich und inakzeptabel. Er bezeichnete die Maßnahme als Vergeltung, die den Tourismus schädige. Zudem verwies er auf Geheimdienstberichte über eine drohende neue Migrationswelle für Mitte August aus Afrika.

Laut Tajani bestehe durch die Ankunft von Menschen aus Subsahara-Afrika eine dschihadistische Bedrohung, weshalb die spanische Polizei bereits Verdächtige festnahm. In Ceuta halten sich nach offiziellen Angaben derzeit zwischen 3.000 und 5.000 Migranten auf.


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